Hexenbrüstchen (vorübergehende Schwellung der Brustdrüsen beim Neugeborenen)
Unter dem Begriff Hexenbrüstchen (auch physiologische Brustentwicklung beim Neugeborenen oder Mastitis neonatorum) versteht man eine harmlose und vorübergehende Schwellung der Brustdrüsen bei Neugeborenen. Sie kann sowohl bei Mädchen als auch bei Jungen auftreten und stellt eine normale Reaktion auf hormonelle Veränderungen nach der Geburt dar.
Ursachen
Während der Schwangerschaft gelangen mütterliche Hormone – insbesondere Östrogene und Prolaktin – über die Plazenta in den Körper des Babys. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel plötzlich ab. Dadurch kann beim Neugeborenen die Milchbildung angeregt werden, was zu einer leichten Schwellung des Brustgewebes führt.
Symptome:
- Die Brustdrüsen schwellen meist innerhalb der ersten zehn Lebenstage an und erreichen häufig Haselnuss-, seltener Walnussgröße.
- Die Schwellung kann einseitig oder beidseitig auftreten und unterschiedlich stark ausgeprägt sein.
- Oft tritt zusätzlich ein weißlich-milchiges Sekret aus den Brustwarzen aus, das umgangssprachlich als Hexenmilch bezeichnet wird.
Behandlung & Hinweise
- Nicht ausdrücken: Die Brust oder Brustwarzen sollten keinesfalls ausgedrückt werden. Dadurch können Bakterien eindringen und Entzündungen verursachen.
- Geduld haben: Eine Behandlung ist normalerweise nicht notwendig. Die Schwellung bildet sich meist innerhalb weniger Tage oder Wochen von selbst zurück.
